Wer hat das Wasser am den Viktoriafällen abgedreht?

Wer hat denn das Wasser nun wirklich am Wasserfall abgedreht? Wir können es doch wohl nicht gewesen sein? Die Viktoriafälle galten bislang als breitesten Wasserfalle der Welt. 

Die Touristenattraktion steht nun aber selbst an der K(l)ippe, denn eine schwere Dürre hat die Wasserfälle ihre Substanz gekostet. Liegt das etwa am Klimawandel? Uns doch egal, Hauptsache an Weihnachten liegen die passenden Geschenke unterm Baum.

Touristenattraktion

Seit Jahrzehnten hat der bislang breiteste Wasserfall weltweit Millionen Urlauber nach Simbabwe und Sambia gelockt. Die Fälle trennen mitunter die Länder. Eine Jahrhundert-Dürre hat dieses Schauspiel aber zu einem Rinnsal verkümmern lassen. Die aktuellen Bilder sind wirklich erschreckend. Gleichzeitig werfen sie auch die Frage auf, ob der Klimawandel die Viktoriafälle  für immer austrocknen könnte. Dass die Wassermenge während der Trockenzeit abnimmt ist normal. Doch dieses Jahr gab es einen beispiellosen Abfall des Wasserspiegels. Eigentlich sind diese doppelt so hoch und eineinhalb Mal so breit wie die Niagarafälle zwischen den USA und Kanada.

Viktoriafälle sind verkümmert
Der Klimawandel lässt grüßen.

An den Viktoriafällen im Nordwesten Simbabwes stürzen normalerweise tosende Wassermassen in die Tiefe. Der Sambesi-Fluss fällt hier einhundert Meter tief. Oder besser, er fiel hier einhundert Meter tief. Wird er wohl schon bald nicht mehr machen, vielleicht sogar garnicht mehr.

Klimawandel 2.0

Wer uns kennt, weiß dass das nicht die Spitze des Eisberges gewesen ist. Denn die Ausmaße des Klimawandels sind weit größer, als wir im Weihnachtsrausch befindlichen Menschenskinder es meinen mögen. Das südliche Afrika zum Beispiel leidet bereits vielerorts unter den Folgen des Klimawandels. In Sambia herrscht extreme Dürre. Im Nachbarland Simbabwe hat die Trockenheit die schwerste Hungerkrise seit zehn Jahren ausgelöst. Millionen Menschen müssen mit Lebensmittelimporten ernährt werden, vielerorts fehlt es auch an Wasser. Aber wie war das nochmal mit den Toleranzgraden: 1,5 oder 2 Grad? Dann ist doch alles in Ordnung. Genau, das ist es doch auch. Denn unsere Bäuche sind ja gefüllt und die Packerl für die Liebsten schon online bestellt.

Tendenz

Weltweit beobachtet man diese derzeitige Entwicklung mit großer Sorge. Die Folgen sind derzeit noch nicht klar herauskristallisierbar. Aber der folgende Monsun dürfte sich wohl auch hinauszögern. Was in noch kürzerer Zeit noch heftigere Regenfälle bedeuten würde. Wie die Region das wegstecken wird? Vermutlich garnicht. Was es mit uns zu tun hat?

Nicht viel. Wir sind im Weihnachtsstress. Und wer hat denn das Wasser abgedreht? Wir wohl nicht, also betrifft es uns auch nicht.

Wir hätten auch schon einen Slogan für das kommende, neue und frische Jahr 2020:

„Zuerst ignoriere ich die Probleme, wie alle anderen auch. Dann betrinke ich mich und danach gehe ich online.“

Pura Vida!

 

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