Frauen, setzt euch zur Wehr!

Es reicht! In Guanacaste erleiden immer noch zahlreiche Frauen Gewalt. Wir sagen, das muss aufhören! 

Keine Gewalt gegen Frauen
Auch in Costa Rica setzten sich die Frauen zur Wehr

Gewalt ist keine Lösung! Dieses Mantra bekommen wir schon in unserer Kindheit eingebläut. Richtig so! Warum aber kommt es in Zeiten der „me Too“-Bewegung dennoch immer wieder zu gewaltsamen Übergriffen an Frauen – körperlich, sexuell und mental? Oftmals bleibt diese Gewalt sogar unbemerkt. Oder wird als „normal“ in einer Beziehung klassifiziert.

Gewalt oder Pura Vida?

Wie steht es eigentlich im schönen Costa Rica, Guanacaste mit den Rechten der Frau? Gehen die tief verankerten Geschlechterrollen mit der Pura Vida Mentalität einher? Schließlich wurde gerade der ehemalige Präsident und Nobelpreisträger des Landes Oscar Arias von fünf Frauen sexueller Übergriffe beschuldigt. Arias streitet die Vorfälle ab. Wer hat Recht? 

Frauen sind gesellschaftlich gut etabliert

Grundsätzlich sind Frauen in Costa Rica formell sehr gut im gesellschaftlichen System etabliert. Und auch auf dem Arbeitsmarkt herrscht ein hoher Anteil an femininer Präsenz. Dennoch, vielerorts trügt der Schein.

Tatsächlich zeigen Statistiken, dass gerade im privaten Bereich die gewalttätigen Übergriffen in den letzten drei Jahren kontinuierlich zugenommen haben. So sollen 60 Prozent der Frauen in der Provinz in ihrem Leben Gewalt erleiden oder zumindest zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens erlitten haben. Erschreckend: Guanacaste liegt seit drei Jahren an der Spitze der Statistik. 

Aufklärung, das Mittel zum Zweck

Womöglich haben die Zahlen eine ganz simple Erklärung. In der Region wird seit einiger Zeit aktive Aufklärung betrieben. Diese soll dazu führen, dass die Frauen erkennen, welche Rechte sie innerhalb ihres Hauses besitzen und dass mentale wie auch physische Übergriffe in keiner Weise akzeptabel sind. Leider gilt in vielen Haushalten nämlich noch die Devise: „Ich will die Situation mit meinem Partner reparieren!“ Anstatt laut auszusprechen: „Ich werde misshandelt!“

Nein zur Gewalt
Frauen wehren sich gegen sexuelle Übergriffe.

Ohne Moos nichts los

Aber auch wenn die Aufklärungsarbeit immer mehr an Früchten trägt, zerrt sie an den Kräften der Beteiligten. So bietet die Provinz zwar jährlich eine Training für 1800 Frauen an, muss dabei jedoch mit lediglich einem Psychologen, einem Anwalt und dem Leiter des Büros auskommen.

Viel zu wenig, für die hohe Zahl der Betroffenen! Und wieder einmal ist das Geld schuld. Oft liegt es also auf den Schultern von freiwilligen Frauen aus der Region, die mithilfe von Workshops auf Betroffene zugehen. Dabei ist es essentiell, auch die Herren der Schöpfung mit ins Boot zu holen. Denn diese müssen ihre tiefverankerten Rollenbildern adé sagen!

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