Costa Rica ist klimaneutral

Es geht doch! Costa Rica hat die letzten sechs Monate ausschließlich auf erneuerbare Energie zurückgegriffen. Respekt!

Kleines Land, große Leistung! Costa Rica hat es geschafft, im letzten halben Jahr komplett auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Die starken Regenfälle in vielen Regionen des Landes haben es nämlich ermöglicht, den Strom fast vollständig durch Wasserkraftwerke zu erzeugen. Aufgestockt wurden die Energie-Einnahmen durch Geothermie (Vulkane), grüne Sonnenenergie und Windkraftprojekte. 

Energiegewinn
Costa Ricas Vulkane sorgen für große Mengen an Energie.

Kritiker gibt es überall

Klar, Zyniker werden jetzt argumentieren, dass Costa Rica mit seinen 5 Millionen Einwohnern ein sehr kleines Land ist. Es wird also nur verhältnismäßig wenig Energie benötigt. Außerdem hat es durch seine Geologie Vorteile gegenüber anderen Ländern, die ohne Vulkane und Regenzeit auskommen müssen. Und: Inwieweit ist Wasserkraftenergie wirklich erneuerbar? Schließlich sind Staudämme ein massiver Eingriff in die Natur.

Investition in die Zukunft der Menschheit

Diese Argumente haben durchaus ihre Berechtigung. Dennoch, es ist ein enormer Gewinn für Natur und Mensch, den fossilen Brennstoffen den Rücken zu kehren. Außerdem sollte es andere Länder motivieren, größere Anstrengungen und Investitionen in erneuerbare Energien zu stecken, statt sein Militär aufzurüsten. Costa Rica hat seit 1948 keine Armee mehr, wodurch riesige Ressourcen für die Finanzierung von Umweltprojekten freigesetzt werden. Bitte nachmachen!

Costa Rica bezieht seinen Strom aus natürlichen Ressourcen.

Ziele, für die es sich lohnt zu kämpfen

Das Land will diesen Erfolg nun fortsetzten und bis zum Jahr 2021 klimaneutral sein. So müssten die Ölvorkommen an der Küste nicht angerührt werden. Länder wie Schweden, Bulgarien und Estland haben ihre für 2020 gesetzten Ziele für erneuerbare Energien übrigens auch erreicht. Und was ist mit Deutschland & Co.?

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